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Töpfchentraining wie ein Profi

Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung, aber für alle Eltern kommt es früher oder später: das Töpfchen-Training. Auf das Töpfchen zu gehen, ist eine neue Fähigkeit Ihres Kindes, die es erlernen muss. Am besten geht man es langsam an und folgt dem Tempo seines Kindes. Man sollte geduldig sein und ihnen helfen, auch wenn Sie manchmal frustriert sind, weil es nicht so funktioniert, wie Sie es gern hätten. Wissen Sie nicht genau, ab wann Sie mit dem Töpfchentraining anfangen sollen und wie Sie es anstellen sollen? Wir versuchen Ihnen hier alle notwendigen Informationen zu geben.

Wann ist es an der Zeit für das Töpfchentraining?

Das erste was man sich überlegen sollte ist, ab wann man damit anfangen sollte. Wenn Sie jetzt von uns eine genaue Altersangabe erwarten, müssen wir Sie leider enttäuschen. Diese gibt es nicht. Jedes Kind ist anders. Sie können Ihre Blase und Därme erst kontrollieren, wenn sie auch körperlich dazu im Stande sind und wenn sie selbst gern trocken und sauber sein möchten. Manche Kinder kommen mit rund 2 Jahren schon ohne Windeln aus, bei manch anderen dauert es bis sie 5 Jahre als sind. Als Elternteil sollte man auf die Zeichen achten, die Ihnen Ihre Kindern geben. Wenn die Kinder zum Beispiel selbst merken, dass sie gepullert haben und es Ihnen auch sagen, oder sie sind unruhig und gehen in eine Ecke oder verstecken sich, um dann in die Windel zu pullern.
Sie können sich selbst einige Fragen stellen. Wenn Sie diese meist mit ja beantworten können, könnte Ihr Kind bereits soweit sein.

  • Kann Ihr Kind schon alleine zum Töpfchen gehen und sich darauf setzen?
  • Kann Ihr Kind selbstständig sich die Hose runter- und wieder hochziehen?
  • Kann Ihr Kind bis zu 2 Stunden trocken bleiben?
  • Kann Ihr Kind einfache Anweisungen verstehen und ausführen?
  • Kann Ihr Kind Ihnen begreiflich machen, wenn sie oder er mal muss?
  • Zeigt Ihr Kind Interesse an der Toilette und was Sie darauf machen?

Nicht nur Ihr Kind muss für das Töpfchentraining bereit sein, auch Sie selbst als Eltern oder Betreuerin müssen dafür parat sein. Bitte denken Sie daran, dass man ein Kind nicht dazu zwingen kann. Fangen Sie am besten das Töpfchentraining an, wenn Sie Zeit dafür haben und Sie nicht gestört werden durch etwas oder sich irgendwas in der Routine fürs Kind ändert. Manche finden es einfacher, um im Sommer damit anzufangen, wenn man weniger Klamotten ausziehen muss und die Sachen auch schneller trocknen. Vergessen Sie auch nicht, dass kleine Unglücke unvermeidbar sind. Sie sollten das Kind nicht dafür strafen. Planen Sie das Training ein, wenn Sie auch die Energie haben, um konsequent über eine längere Periode zu sein.

Trainingstoilette für Kleinkinder
Trainingstoilette für Kleinkinder von Nûby

Einige Schritte zum Töpfchentraining

Für Ihr Kind ist alles rund ums Töpfchentraining neu, also fangen Sie damit schrittweise an.
Es gibt ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:

  • Erklären Sie Ihrem Kind, was es heißt aufs Töpfchen zu gehen.
  • Stellen Sie das Töpfchen ins Badezimmer oder anfangs auch überall dorthin, wo das Kind auch meistens ist und erklären Sie ihm, wofür es dient. Es hilft beispielsweise dem Kind, wenn Sie auch zur Toilette gehen und ihm sagen/ zeigen, was Sie dort machen. Eine lustige Art und Weise kann zum Beispiel unsere 1. „My real potty“ Trainingstoilette sein, die den Kindern die Ähnlichkeit aufzeigt, als wenn wir Erwachsenen auf die Toilette gehen. Ein kleiner „Töpfchenpartner“ kann den Gang zum Töpfchen auch motivieren – zum Beispiel mit dem Lieblingskuscheltier oder Puppe.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, um einfach mit Klamotten (Hose, Unterhose) aufs Töpfchen zu gehen. Die Füße Ihres Kindes sollten fest auf dem Boden stehen können.

Wenn Sie richtig mit dem Töpfchentraining anfangen wollen, sollten Sie einige Schritte berücksichtigen:

  • Planen Sie auch „Töpfchen-Pausen“ ein: Lassen Sie Ihr Kind ohne Windel ein paar Minuten auf dem Töpfchen sitzen und wiederholen Sie das um die 2 Stunden, und immer morgens und abends und nach dem Mittagschlaf. Jungs sollte man erst das Pullern im Sitzen beibringen. Bleiben Sie bei Ihrem Kind während er oder sie auf dem Töpfchen sitzt, lesen Sie zusammen ein Buch oder nutzen Sie ein Spielzeug. Erlauben Sie Ihrem Kind aufzustehen, wenn er oder sie es möchte. Auch wenn Ihr Kind keinen Stuhlgang gemacht hat, loben Sie es fürs Probieren.
  • Wenn’s schnell gehen muss: Wenn Sie merken, dass Ihr Kind auf die Toilette muss, reagieren Sie sofort. Helfen Sie Ihrem Kind um sich an die Warnsignalen zu gewöhnen und sie zu erkennen.  Das Kind sollte aufhören mit spielen oder was es auch gerade gemacht hat, und sofort zur Toilette gehen. Loben Sie Ihr Kind, wenn es Ihnen gesagt hat, dass es mal muss. Am besten helfen hier auch wieder lockere Kleidung, die man schnell ausziehen kann.
  • Erklären Sie Hygiene: Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es die Toilettenspülung betätigt und wie man Toilettenpapier benutzt. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich nach jedem Toilettengang die Hände ordentlich wäscht. Mit unserer 1. „My real potty“ Trainingstoilette können Sie Ihrem Kind zeigen, wie auch Sie auf die Toilette gehen, denn es sieht aus wie eine richtige Toilette und besitzt sogar ein naturgetreues Spülgeräusch. Wie sagt man so schön: Übung macht den Meister!
  • Nehmen Sie es überall mit hin: Wenn Sie irgendwohin gehen, nehmen Sie das Töpfchen mit, um Ihrem Kind zu zeigen, dass er überall und zu jeder Zeit aufs Töpfchen gehen kann.
  • Lassen Sie die Windeln weg: Wenn Sie nach einigen Wochen feststellen, dass das Töpfchen- Training gut funktioniert und Ihr Kind tagsüber trocken bleibt, könnte Ihr Kind soweit sein, um auf Töpfchen-Trainingshosen oder Unterwäsche umzustellen. Die Kinder werden begeistert sein, wenn es funktioniert. Feiern Sie zusammen den Wechsel!

Wenn es aber nicht so funktioniert, wie Sie es sich wünschen bzw. vorgestellt haben, geben Sie nicht auf! Lassen Sie sich und Ihrem Kind etwas Zeit. Machen Sie eine Pause vom Töpfchentraining. Wenn Sie Ihr Kind unter Druck setzen, obwohl es noch nicht bereit ist, könnte es dazu führen, dass Sie es entmutigen und er oder sie gar Angst haben, um auf die Toilette zu gehen. Versuchen Sie es dann einfach in ein paar Wochen oder Monaten wieder.

Trainingstoilette für Kleinkinder
Trainingstoilette für Kleinkinder von Nûby Trainingstoilette für Kleinkinder von Nûby

Nachts trocken bleiben

Die Nachtzeit kann eine ganz andere Herausforderung beim Töpfchentraining darstellen. Es dauert normalerweise länger, dass die Kinder lernen auch nachts über trocken zu bleiben. Manche Kinder können es bereits zwischen 3 und 5 Jahren, andere bleiben die ganze Nacht trocken, wenn Sie bereits 7 Jahre als sind. Das Wichtigste ist, dass die Kinder erst mal tagsüber trocken bleiben, bevor Sie auch nachts die Windel weglassen. Wenn die Windel auch die ganze Nacht über so gut wie trocken bleibt und das ein paar Nächte hintereinander, ist es möglichweise an der Zeit, um dann auch auf normale Unterwäsche umzusteigen ohne Windel.

Lassen Sie also Ihr Kind bevor es zu Bett geht, noch mal auf die Toilette gehen. Stellen Sie sicher, dass sich ein Töpfchen in der Nähe des Bettes befindet, sodass Ihr Kind auch noch nachts pullern kann, wenn es mal muss. Verwenden Sie in dieser Zeit Töpfchen-Trainingshosen zum Wegwerfen und eine wasserdichte Betteinlage.

Unfälle passieren

Unfälle sind in dieser Phase vorprogrammiert. Kein Kind ist einfach so über Nacht trocken. Wenn mal etwas daneben geht, machen Sie einfach alles sauber und versuchen Sie es noch einmal. Bleiben Sie vor allem ruhig und kritisieren oder bestrafen Sie Ihr Kind dafür nicht. Es tut dies nicht mit Absicht. Wenn Sie sich darüber aufregen, fühlt sich Ihr Kind eventuell verängstigt und wird voraussichtlich noch öfters in die Hose machen. Ziehen Sie Ihrem Kind Kleidung an, die leicht auszuziehen geht und vermeiden Sie Sachsen mit viel Knöpfen und Reißverschlüssen. Am besten legen Sie frische Unterwäsche und andere Kleidung in der Nähe, und geben Wechselsachen mit in die Schule oder in die Kindertagesstätte.

Wenn Ihr Kind anscheinend bereit zum Töpfchentraining ist, aber Schwierigkeiten hat und sich im Laufe der Zeit auch nichts daran ändert, sollten Sie Ihren Kinderarzt um Rat fragen. Er kann Ihnen noch weitere Hilfestellungen geben und eventuell prüfen, ob hier nicht ein anderes tieferliegenderes Problem besteht.

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